Checkliste Kübelpflanzenpflege – so brauchen Sie keinen Grünen Daumen

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Durch die Nutzung von Pflanzkübeln können auch dort Pflanzen platziert werden, wo nicht direkt in die Erde gepflanzt werden kann. So lassen sich beispielsweise Balkon oder Terrasse begrünen. Außerdem ist es mithilfe von Kübeln möglich, auch in kälteren Regionen frostempfindliche Pflanzen zu kultivieren. Wird es draußen zu ungemütlich, können sie in ein Winterquartier gebracht werden. Und auch bei einem Umzug können Kübelpflanzen einfach mitgenommen werden.
Aber Pflanzen im Kübel benötigen Aufmerksamkeit und Pflege, um gut zu gedeihen. Folgende Punkte sollten dabei beachtet werden:

Die Kübelauswahl

Pflanzkübel gibt es aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlichen Größen und Formen. Bei der Auswahl muss verschiedenes bedacht werden. Zum einen muss der Kübel natürlich groß genug für die jeweilige Pflanze sein und an den gewünschten Standort passen. Ist der Kübel dauerhaft der Witterung ausgesetzt, muss er entsprechend beständig sein.
Auch das Gewicht des Kübels spielt eine Rolle. Je leichter der Kübel, desto einfacher lässt er sich bewegen. Auch auf Balkonen, wo die Traglast eine Rolle spielt, sind leichte Kübel vorteilhafter. Allerdings sind leichte Kübel mitunter nicht sehr stabil und weniger standfest im Wind. Spezielle Blumenkübel aus Fiberglas liefern oft einen guten Mittelweg. Das Material ist sehr widerstandsfähig und stabil, aber dennoch vergleichsweise leicht. Zudem bietet es bessere Isoliereigenschaft als beispielsweise einfache Kunststoffkübel.

Eintopfen und Umtopfen

Spätestens wenn ein Topf erkennbar durchwurzelt ist, ist es Zeit für einen größeren Kübel. Die meisten Kübelpflanzen freuen sich aber auch unabhängig davon nach 3-4 Jahren über einen Topfwechsel und frische Erde. Am besten erfolgt der im Frühjahr, bevor die Pflanze richtig austreibt.
Pflanzkübel sollten mit Löchern im Boden versehen sein, damit sich keine Staunässe bilden kann. Ganz unten sollte eine Drainage-Schicht (beispielsweise aus Kieselsteinen) von wenigen Zentimetern eingebracht werden. Bei Töpfen mit speziellem Bewässerungssystem ist das unter Umständen nicht nötig. Die Blumenerde sollte der Umwelt zuliebe torffrei sein. Für einige Pflanzenarten (z.B. Kakteen) können spezielle Erden sinnvoll sein.
Vor dem Umtopfen sollte die Pflanze gut gewässert werden. Dann wird sie aus dem alten Topf entfernt. Die Wurzeln sollten etwas gelockert werden. Den meisten Pflanzen schadet es nicht, wenn dabei auch einige Wurzeln entfernt werden. Das Wurzelwachstum kann dadurch sogar angeregt werden.
Die Pflanze wird im neuen Topf positioniert, die Erde rundherum angedrückt und gut angegossen. Eine Mulchschicht aus Rinde, Kieseln oder ähnlichem verlangsamt das Austrocknen und hemmt den Unkrautwuchs. Alternativ kann bei höheren Kübelpflanzen (z.B. auf Stämmen) auch eine Unterbepflanzung mit kleineren Pflanzen angelegt werden.

Pflegemaßnahmen

Kübelpflanzen haben nur begrenzten Raum zur Verfügung und sind deshalb besonders auf die regelmäßige Versorgung mit Wasser und Nährstoffen angewiesen. Wie viel und welchen Dünger eine Pflanze braucht und wie stark sie gewässert werden muss, hängt natürlich stark von der jeweiligen Pflanzenart ab. Das gilt auch für eventuelle Schnittmaßnahmen. Wer lange Freude an seiner Kübelpflanze haben möchte, informiert sich deshalb am besten schon beim Kauf über die richtige Pflege.
Frostempfindliche Kübelpflanzen brauchen ein geeignetes Winterquartier, bzw. einen Frostschutz. Insbesondere immergrüne Pflanzen, die ihr Laub nicht abwerfen, sollten dabei möglichst hell stehen und müssen auch im Winter ab und an gewässert werden. Manche Pflanzen neigen außerdem im Winterquartier zu Schädlingsbefall und sollten deshalb regelmäßig darauf kontrolliert werden.