Gelenkschmerzen – Was können Sie dagegen tun? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Gelenkschmerzen und Ihre Behandlungsmöglichkeiten
(Bild: Africa Studio / shutterstock.com)

Fast die Hälfte aller Menschen ab 45 leiden unter Gelenkschmerzen. Grund dafür sind Verschleißerscheinungen. In Verbindung mit Schmerzen in den Gelenken sprechen Mediziner von Arthrose. Am häufigsten betroffen sind große Gelenke wie Knie, Hüfte oder Schulter. An Händen und Füßen tritt die Abnutzung in einzelnen oder mehreren Gelenken auf. Plötzliche Beschwerden werden als akut bezeichnet.

Bei Beeinträchtigungen über einen langen Zeitraum sprechen Ärzte von chronischem Schmerz. Dabei wird zwischen Anlaufschmerz, Ruheschmerz und Nachtschmerz unterschieden. Im Krankheitsverlauf unterstützen konservative Behandlungsmöglichkeiten den Schmerzpatienten. Doch Betroffene können auch selbst einiges tun, um Linderung ihrer Beschwerden zu erfahren!

Was löst schmerzhafte Gelenkbeschwerden aus?

Neben der Arthrose gelten Entzündungen als häufigste Ursache für schmerzende Gelenke. Erkrankungen wie Rheuma und Gicht, Borreliose und Grippe, Röteln und Mumps lösen direkte oder begleitende Beschwerden aus. Einseitige Belastung ist für eine Schleimbeutelentzündung mit Gelenkschmerzen verantwortlich. Unter starker Schmerzsymptomatik leiden Patienten mit Schuppenflechte, Autoimmunkrankheiten und Gerinnungsstörungen.

Schädigend auf die Gelenkgesundheit wirken sich Übergewicht, Bewegungsmangel und Fehlernährung aus. Umgehend einen Arzt aufsuchen sollten Betroffene mit Fieber und Gelenkschwellung, Hautrötung und Bewegungseinschränkung!

Was kann vorbeugend getan werden?

Vitalstoffreiche Ernährung und ausreichende Bewegung beugen Übergewicht vor. Denn jedes Kilo zu viel, belastet die Gelenke. Deshalb ist eine Gewichtsreduzierung wichtig! Für Gelenkknorpel und Muskulatur bietet sich regelmäßiges Krafttraining an. Gelenkschonende Ausdauersportarten wie Radfahren und Schwimmen sind bis ins hohe Alter möglich. Eine Überforderung vermeiden genügend Pausen beim Sport! Auch Stress spiegelt sich in Form von Gelenkschmerzen wider.

Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen sind probate Mittel, um die Gelenke gesund zu erhalten. Das einseitige Tragen von schweren Schultertaschen fördert eine schmerzhafte Beeinträchtigung. Besser ist es, die Last in einem Rucksack gleichmäßig zu verteilen.

Wie wird eine Arthrose effektiv behandelt?

Hyaluronsäure verleiht Knochen und Knorpel die nötige Elastizität. Mit dem Alter geht dem Organismus die Fähigkeit verloren, das körpereigene Schmiermittel zur Dämpfung von Gelenken selbst herzustellen. Ab 60 erreicht die Produktionsrate nur noch zehn Prozent der Ausgangsmenge. Ohne Hyaluronsäure reiben Gelenkflächen ungeschützt aufeinander. Die Folge sind schmerzhafte Gelenkbeschwerden. In der modernen Arthrosetherapie bieten hochdosierte Hyaluronkapseln eine Behandlungsmöglichkeit. Der Vitalstoff wirkt gleichzeitig belastenden Gelenkschmerzen und vorzeitiger Hautalterung entgegen.

Bei moderater Bewegung wie Wassergymnastik werden Gelenke besser mit Nährstoffen versorgt. Gesunde Ernährung aus reichlich Omega-3-Fettsäuren (Fisch) und Vitamin E (Pflanzenöl) ist wichtig für die Bildung von Gelenkschmiere. Konservative Behandlungen wie Aromaölmassage, Fangopackung und Moorbad lindern Schmerzen. Morgendliche Fingerübungen in angewärmtem Sand eignen sich bei einer Arthrose der Hand. Blutegeltherapie oder Schröpfmassage fördern die Durchblutung.

Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung von Akupunktur bei Gelenkschmerzen im Knie und Rücken. Unterschiedliche Drucktechnik setzt die Akupressur zur Schmerzlinderung ein. Auch die Beanspruchung einer Kur ist in vielen Fällen möglich.

Was tun bei Arthritis?

Bei einer Gelenkentzündung unterstützen Arnika oder Teufelskralle den Heilungsprozess. Der Wirkstoff Bromelain aus Ananas ist bei akuter Entzündung behilflich. Das pflanzliche Arzneimittel baut Eiweiß ab, das sich aufgrund entzündlicher Veränderungen im Gewebe angesammelt hat. Einreibungen mit Eucalyptus, Rosmarin oder Weidenrinde wirken schmerzstillend. Kälte stoppt akute Entzündungen. Betroffene mit chronischer Arthritis empfinden oft eine Wärmebehandlung als wohltuend.

Gute Erfolge erzielt eine reinigende Ayurveda-Kur bei Rheumapatienten. Ist die Erkrankung nicht aktiv, dienen Krankengymnastik und Massage zur Aufrechterhaltung der Beweglichkeit. Ganzheitliche Sportarten wie Tai Chi und Qi Gong wirken sich positiv auf ein Leben mit chronischen Gelenkschmerzen aus. Auch Wellnessreisen sind gut für Körper und Geist.

Anzeige